Plugins Google Chrome

Seit April 2015 hat Google die Unterstützung für Java Plugins in seinem Browser Chrome ab der Version 42 abgeschaltet, jedoch nicht gänzlich entfernt.

Wer aktuell vor dem Problem steht, dass in seinem Chrome Browser kein Java mehr funktioniert, wird wahrscheinlich mitbekommen haben, dass dies kein Fehler seiner Java Version ist, sondern eine bewusste Entscheidung durch Google. Java und andere Plugins, wie auch Silverlight werden es in Zukunft schwerer haben in diesem Browser genutzt zu werden. Die Unterstützung der NPAPI-Plug-In-Architektur wird nach den Worten von Google im September dann komplett gestrichen. Dann können nur noch andere Browser als Alternative genutzt werden. Dies wäre auch jetzt die einfachste Möglichkeit, um das Problem zu umgehen. Aber selbst hier sei gesagt, dass die Vergangenheit schon gezeigt hat, dass diese Hersteller durchaus den gleichen Weg einschlagen könnten. 

Zwischenzeitlich bieten Browser wie Firefox, Safari oder Internet Explorer diese Schnittstelle noch uneingeschränkter. Wer keinen anderen Anbieter nutzen möchte, kann die NPAPI-Schnittstelle aber vorübergehend wieder aktivieren. Dazu sind nur zwei Klicks in der internen Konfiguration von Chrome notwendig.

  1. In die Chrome URL Zeile folgendes eingeben:
    chrome://flags/#enable-npapi 
  2. Durch die Pfadangabe sollte die Option NPAPI gleich markiert sein. Hier den Link "Aktivieren" drücken
  3. Wichtig: Abschließend den Browser neustarten, jedoch über den Button "Neu starten" der nun am Ende angezeigt werden sollte.

Chrome zu schließen und wieder neu auf zu machen, hatte bei mir keinen Erfolg gehabt, weil wahrscheinlich noch Chromeprozesse im Hintergrund aktiv bleiben. Daher ist der dritte Punkt zum Abschließen notwendig - sofern der Rechner nicht noch komplett neu gestartet werden möchte. 

Wer Java, Silverlight und andere Plugins im Chrome nicht wirklich benötigt, sollte die neue Gangart von Google durchaus begrüßen. Damit wird verhindert, dass Sicherheitslücken in Java oder Silverlight, über die Plugin-Schnittstelle ausgenutzt werden und die Browsersicherheit gefährden. Im schlimmsten Fall hat der Nutzer den Schaden, wenn es dazu kommt.