Rise of the Tomb Raider

Es warten auf die junge Grabräuberin neue Gräber, kalte Zeiten und viele Schätze. Aber auch wieder eine filmreife Inszenierung.

Lara Croft ist mal wieder auf der Suche nach einem großen Artefakt. Es geht um das ewige Leben, um eine längst vergessene Stadt im Eis und um ihre eigenen Familienprobleme. Teilweise ein bekanntest Problem. Auch ist sie natürlich just in diesem Augenblick nicht die einzige die nach diesem Schatz sucht. Sie deckt mehr und mehr eine Verschwörung gegen ihren verstorbenen Vater auf, welche sie nun selber erfasst und genauso tödlich enden könnte.

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Wahrscheinlich hat eine geheime Kirchenorganisation, die sich selber Trinity nennt, ihren Vater auf dem Gewissen. Schon vor Lara hatte dieser nach der verlorenen Stadt Kietzh (Kietesch) gesucht, um das Artefakt zu bergen. Die Geschichte hat damit schon einmal eine sehr solide Basis für eine spannende Tomb Raider Geschichte.

Crystal Dynamics führt seit dem Reboot 2013 die moderne Version von Lara in einen neuen Ableger Rise of the Tomb Raider fort. Das neue Gesicht und die jugendliche, sehr viel rundere Version von Lara, ist damit schon bekannt. Auch gibt es neben der Storyline wieder viele gescriptete Momente, die das Spiel action- und wendungsreich in Szene setzen. Das war schon beim Vorgänger ein bewehrtes Grundkonzept, welches durchaus viele Fans für sich begeistern konnte. Und auch jetzt macht es wieder Spaß die Geschichte durch diese Ereignisse zu verfolgen. Aktuell ist Rise of the Tomb Raider aber nur für XBOX One Spieler zugänglich. Durch den zeitlich begrenzten Exklusivvertrag mit Microsoft wird Square Enix das Spiel für PC erst im Frühjahr 2016 veröffentlichen. Ende 2016 erscheint sie auch auf der PlayStation 4.

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Zum Nachteil von Entwickler und Publisher ist derzeit auch gereicht, dass es so viele hochkarätige Spiele auf den Markt gibt. Wie man hört schneidet Lara Crofts Abenteuer in den Verkäufen deutlich schlechter ab. Klar, sie ist bisher nur auf einem System erschienen aber so ganz wenige Käufer von XBOX One gibt es nun auch nicht. Viel mehr könnte es auch durch Fallout 4 oder Halo 5 geschuldet sein, das die Gamer erst einmal nach kommen müssen.

Die Verkäufe sind aber hier diesmal kein Indikator für die Qualität des Spiels, das kann ich definitiv behaupten.

Ein kurzer Wüstenauftritt und ein eisiger Berg in Russland

Das Abenteuer besticht wie auch beim letzten Mal nicht nur durch seine Inszenierung, auch durch die optischen Eindrücke. Durch die vielfältigen Umgebungen gibt es wieder viel zu erkunden und zu entdecken. Ein Hauptteil des Spiels wird, gerade nach der Expedition in Syrien, größtenteils in einer kalt verschneiten Bergregion in Russland spielen. Der eisige Berg bietet aber auch am Ende noch ein weniger frostiges Tal mit grüneren aber nicht weniger gefährlicheren Fauna und Flora.

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Wieder muss Lara überlebenswidrigen Umgebungen trotzen und mit einer anfänglich spärlichen Ausrüstung auskommen. Durch Fundstücke, Upgrades und Erbeutetem bei der Jagt, darf der Spieler mehr und mehr Ausrüstungsteile herstellen und verbessern. Lara wird dadurch ein Repertoire besitzen welches auf Bogen, Pistolen, Gewehr und Schrotflinten basiert. Am wichtigsten ist wieder der Bogen, welcher mit den diversen Fähigkeiten, welche Lara durch Erfahrungspunkte bekommt, ein sehr beliebter Ausrüstungsgegenstand ist. Hilfreich ist dieser nicht nur im Kampf, sondern auch ein Helfer um verschlossene Gräber oder Räume zu öffnen. Andere Gräber und Räume sind hingegen nur mit Sprengstoffen zu öffnen, so das ein einfacher Pfeil nicht mehr hilft. Der Bogen kann aber auch wieder genutzt werden um an diversen stellen eine Seilverbindung über einen Abgrund herzustellen. Dies ist wie das übliche Klettern an Schluchten und Mauern ein sehr wichtiger Bestandteil im Spiel.

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Auch wieder ein wichtiger Bestandteil sind die diversen Gräber. Darin gibt es neben kleineren Schätzen auch alte Fähigkeiten, die erworben werden können. Mit diesen kann der Bogen beispielsweise noch effizienter genutzt werden, in dem man bis zu drei Pfeile schnell nacheinander verschießen kann. Der Spieler wird aber schnell feststellen, dass vieles geblieben ist. Die Grundmechanik des Spiel konnte und wollte man denke ich kaum verändern. Diese war schon im Vorgänger sehr gut. Hierbei handelt es sich oft nur um Details die anderes sind. Aber es ist die richtige Entscheidung gewesen. Etwas anderes dürfte das Verhältnis von Action und Ausgrabung sein. Ohne zu wissen wie es prozentual aussieht – ist es fühlbar die richtige Mischung. Wer abseits des Hauptstranges nach Gräbern buddelt, wird auch einige Rätsel haben. Diese sind aber alle machbar und für jeden zu durchblicken.

Beim Durchblicken hilft auch Laras Instinktfähigkeit. Diese ist wie im Vorgänger. Die Umgebung wird farbloser und wichtige Objekte und Orte werden hervorgehoben angezeigt. Durch weiteren Fähigkeitsausbau wird dies auch verstärkt und auch in höherer Reichweite nutzbar. Auf ihrem Weg wird Frau Croft auch Hilfe bekommen und zusätzliche Freunde durch Nebenquests kennenlernen. Jedoch sind diese Dinge vielmehr kleine Spielstrecker und Hinführungen zum Hauptteil des Spiels. Einen weiteren Begleiter oder ähnliches wird Lara dadurch nicht haben. 

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Auch in ihrem neusten Ableger schafft Lara Croft voll und ganz zu überzeugen. Das Spiel besitzt wieder eine schöne Dynamik. Dies ermöglicht einen Spannungsbogen bis zum Schluss und durch die Spielwelten, welche noch etwas großzügiger mit Erkundbaren ausgestattet wurden, auch reichlich Potential abseits der Hauptwege nach Schätzen zu suchen. Die Taschen der Heldin sollten nach dieser Geschichte reichlich gefüllt sein, nicht nur mit Gold - sondern auch mit weiteren Erfahrungen, die tatsächlich auch spielerisch angewandt werden können. Die Spielmechantik wurde aus dem Vorgänger größtenteils übernommen aber bietet meines Erachtens kaum Möglichkeiten der Verbesserung. Details in der Waffenauswahl und des Talent- wie Upgradebaums ermöglichen aber feinere Erweiterungen zum Vorgänger.

Lara hüpft und hangelt sich ansonsten wie eh und je durch die Levels und es bleibt zu hoffen das noch weitere Teile folgen werden. Es darf nur nicht zu langweiligen Aufgüssen wie bei der alten Tomb Raider Generation kommen. Ansonsten hat Crystal Dynamics mit diesem Teil wirklich gute Arbeit geleistet, die ab nächsten Jahr auch noch weitere Fans begeistern wird.

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